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Robert Fitts

Die Kirche im Haus

Eine Rückkehr zur Einfachheit

 

Vorwort des Herausgebers

Was ist Kirche, wie hat Gott sie gedacht, wie soll sie funktionieren? Wie können wir heute ein Land flächendeckend mit dem Evangelium erreichen? Wie kann Kirche einfach und trotzdem effektiv sein? Was können wir von der neutestamentlichen Kirche lernen?

Auch im deutschsprachigen Raum wächst inzwischen die Freiheit, über Kirche wirklich grundsätzlich nachzudenken. Durch die Hauskreis-Bewegung des 20. Jahrhunderts wurde Kirche für viele ein Stück persönlicher, familiärer, beziehungsorientierter. Trotzdem erleben wir nach wie vor die Trennung zwischen Laien und „Geistlichen“, und der Pastor ist noch häufig der Flaschenhals der Gemeinde. Selbst die verschiedenen Wellen des Heiligen Geistes im 20. Jahrhundert brachten da keine große Änderung, und in ihrer Struktur unterscheiden sich die davon beeinflussten Kirchen und Gemeinschaften meist kaum von den herkömmlichen.

Mit den Alpha-Kursen wurde in den letzten Jahren ein Evangelisations-Modell entwickelt, mit dem selbst viele kirchenferne Menschen zum christlichen Glauben fanden. Gerade diese „Alpha-Atmo­sphä­re“ aber ist es, die viele Neubekehrte dann in den Kirchen und Gemeinschaften vermissen, in die sie eingegliedert werden sollen. Ihre Vorstellung von christlicher Gemeinschaft wurde durch gemeinsames Essen, eine lockere, familiäre Atmosphäre, kleine Gesprächsgruppen usw. geprägt, und davon wollen sie nicht mehr lassen. Nicht wenige erleiden einen regelrechten Kulturschock, wenn sie mit der „normalen“ Kirche konfrontiert werden, und schaffen diesen Übergang nicht.

Ebenfalls gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurde der sogenannte fünffältige Dienst wiederentdeckt. Apostel, Propheten, Evangelisten, Lehrer und Hirten (Pastoren) sollen laut Epheser 4 die Gemeinde zum Dienst zurüsten. Was bedeutet das genau, und wie arbeiten diese fünf mit der Gemeinde vor Ort zusammen?

„Die Kirche, die sich im Haus von XY trifft“ ist das einzige neutestamentlich belegte Modell für Kirche. Robert Fitts versucht die wesentlichen Elemente dieses Modells herauszuarbeiten und kommt dabei zu teilweise sehr überraschenden und radikalen, aber nichtsdestoweniger überzeugenden und oft verblüffend einfachen Schlussfolgerungen, die viele der oben genannten Fragen beantworten.

Beziehungsorientiert, informell, überschaubar, aber trotzdem leidenschaftlich, erweckt und evangelistisch effektiv bieten Hauskirchen einen flexiblen und kulturell offenen Rahmen, so dass Einzelne ihr volles Potenzial in Christus erreichen können und über netzartige Verbindungen eine flächendeckende Durchdringung des Landes mit dem Evangelium möglich wird.

Möge dieses Buch uns oft „verkopften“ Deutschen, Schweizern oder Österreichern helfen zu entdecken, wie einfach und doch effektiv Kirche gelebt werden kann. Möge es uns Mut machen, wie wir es ja gerne tun, die Probleme an der Wurzel zu packen und uns von niemand und keiner Tradition daran hindern zu lassen, unserem Herrn zu folgen.

Manfred Mayer

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