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Chris Daza
Geistlicher Kampf in Häusern, die die Welt verändern
Kapitel 1: Der geistliche Kampf ist ein Lebensstil
Zunächst
einmal müssen wir erkennen, dass der geistliche Kampf mit unserem gesamten
Lebensstil zusammenhängt. Es handelt sich bei diesem Kampf eher um einen
Prozess als um eine bestimmte Aufgabe. Der Kampf hat mit dem Zustand unseres
geistlichen Lebens zu tun. Anders gesagt, es geht darum, wie wir unser
geistliches Leben führen. In dieser Hinsicht ist geistlicher Kampf eigentlich
„Geistliches Wohlbefinden“.
Betrachten
wir noch einmal Epheser 6,10-17:
Schließlich:
Werdet stark im Herrn und in der Macht seiner Stärke! (Epheser 6,10).
Was
genau ist es, das uns im Herrn und in der Macht seiner Stärke stark macht? Es
muss uns klar sein, dass dies nichts mit unserer eigenen, sondern mit der
Stärke unseres Herrn zu tun hat. Aus eigener Kraft können wir es nicht einmal
mit dem schwächsten Dämon aus der Hölle aufnehmen. Wir müssen aufhören, für uns
selbst zu leben, und anfangen, in Christus zu leben, als solche, die nicht mehr
selbst leben, sondern in denen Christus lebt. Im Herrn liegt unsere eigentliche
Stärke. In den Sprüchen heißt es:
Ein
fester Turm ist der Name des Herrn; zu ihm läuft der Gerechte und ist in
Sicherheit (Sprüche 18,10).
Des
Weiteren steht in den Psalmen:
Nur er
ist mein Fels und meine Hilfe, meine Festung; ich werde nicht wanken (Psalm
62,7).
Wie
sieht es mit unserem Vertrauen zum Herrn aus? Vertrauen wir ihm wirklich
hundertprozentig mit allem, was wir haben und was wir sind? Hierin liegt unsere
Kraft und Stärke, liebe Leser!
Zieht
die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr gegen die Listen des Teufels
bestehen könnt! (Epheser 6,11).
Vielen
von uns hat man vorgemacht, wir müssten die ganze Waffenrüstung Gottes als
vorbeugende Maßnahme anziehen, da wir noch nicht in das Kampfesgeschehen
eingetreten seien. Wenn wir das glauben, dann werden wir auch der Meinung sein,
wir könnten die Rüstung ausziehen, sobald wir das Schlachtfeld verlassen. Hier
ist aber gemeint, dass wir als Nachfolger Jesu automatisch in einem Kampfgebiet
sind, und eines unserer Prinzipien ist, ständig in Bereitschaft zu sein. Das
ganze Leben ist ein Kampf; da gibt es keine Sabbatzeiten. Selbst wenn der Feind
uns scheinbar eine Zeit lang in Ruhe lässt, so ist das eben nur für eine
gewisse Zeit. Betrachten Sie, wie er mit Jesus, unserem Führer, umging. Die
Bibel sagt dazu:
Und als
der Teufel jede Versuchung vollendet hatte, wich er für eine Zeit von ihm
(Lukas 4,13).
Er
verlässt uns immer eine Zeit lang und taucht gerade dann wieder auf, wenn wir es
am wenigsten erwarten. Die Bibel warnt uns in diesem Zusammenhang, nüchtern und
vorsichtig zu sein, denn unser Feind, der Teufel, „geht umher wie ein
brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann“ (1. Petrus 5,8). Wenn Sie
einen Hirten fragen, wird er Ihnen sagen, dass sich die Raubtiere verstecken,
damit sie ihr Opfer überraschen können. Der Herr Jesus warnte seine Jünger, sie
sollten wachen und beten, um nicht in Versuchung zu geraten. Dieser Wahrheit
widme ich ein ganzes Kapitel. Oft geht es uns so, dass wir versucht werden und
dabei versagen, weil wir nicht wachsam waren.
Wenn
man anhand Jesaja 59,17 der Beschreibung der Waffenrüstung Gottes folgt, dann
erkennt man mit der Zeit, dass es da einen Zusammenhang mit der Kleidung der
Hohen Priester im Alten Testament gibt. Untersucht man den Sinn der Kleidung,
dann merkt man, dass es um Reinheit und Heiligkeit geht. Es wundert einen
nicht, dass die Berufung der Gläubigen im Neuen Testament überhaupt nichts mit
einem Christsein im religiösen Sinne zu tun hat, sondern vielmehr damit, „ein
königliches Priestertum“ zu sein (1. Petr. 2,9). Hier geht es einerseits um
Heiligkeit und Fürbitte und andererseits um Herrschen. Unsere Berufung liegt
wirklich darin, ein Leben der Reinheit, Heiligkeit und Fürbitte zu führen, und
gerade diese Eigenschaften befähigen uns, über unseren Feind zu dominieren.
Jesus konnte so über den Teufel herrschen. Er sagte selbst:
Der
Fürst der Welt kommt, aber in mir hat er gar nichts (Johannes 14,30).
Wenn
der Feind nichts findet, weswegen er uns verdammen kann, dann haben wir
Vollmacht über ihn. „Es gibt keine Verdammnis für jene, die in Christus Jesus
sind“, weil sie nicht mehr für sich selbst leben. Sie wurden gerechtfertigt, um
Macht über alle Macht des Feindes auszuüben. Jesus sagte dazu:
Siehe,
ich gebe euch Vollmacht über alle Macht des Feindes (Lukas 9,1; NIV).
Wir
werden zu Teilhabern seiner Macht, „denn in ihm leben und weben und sind wir“
(Apostelgeschichte 17,28).
Denn
unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Gewalten, gegen
die Mächte, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistigen
[Mächte] der Bosheit in der Himmelswelt (Epheser 6,12).
Das
bedeutet, dass wir andere nie als unsere Feinde betrachten sollen, wie sehr sie
auch dazu neigen, uns durch ihre unbedachten Worte und Taten zu verletzen. Wir
haben nur einen einzigen Feind, und der ist ein Geistwesen. Wir sollten dem,
was wir sehen können, nie mit Verachtung begegnen, sondern nur dem Geist, der
dahinter steckt. Ich denke hier zum Beispiel an Christen in derselben Gemeinde,
die nicht miteinander reden können, oder an die vielen Leute, die die Gemeinde
oder so genannte Dienste verlassen haben, weil sie sagen, ihr Leiter habe sie
verletzt. Es gibt auch jene, die ihren ehemaligen Mitgliedern immer noch
grollen, weil diese ohne ihren Segen weggegangen sind. Was ist mit denen, die
ständig alles Mögliche Böse hinter Ihrem Rücken sagen und Sie dann anlächeln,
als sei alles in Ordnung? Wie oft hätten Sie gerne Feuer auf jene herabgerufen, die Sie Ihrer Meinung nach missbraucht haben?
Wenn wir das tun, ehren und verherrlichen wir damit allein den Teufel, und
deshalb beschäftigt er uns so sehr mit diesen internen Streitereien. Er will,
dass wir uneins sind, denn dann kann er über uns herrschen.
Viele
Pastoren versuchen einander unter allen Umständen aus dem Weg zu gehen, und das
nur aufgrund nichtiger Unstimmigkeiten. Andere entwickeln solche negative
Haltungen gegenüber Leuten, mit denen sie sich noch nicht einmal gestritten
haben. Ihre Vorbehalte basieren auf dem, was ihnen irgendwelche Wichtigtuer
erzählt haben. Und mitten in all dem wollen wir ins Gebet und in die Fürbitte
gehen und hoffen, dass der Herr seinen Segen senden wird. Wie können wir
erwarten, dass Gott seinem Wort zuwiderhandelt? Ist er nicht derselbe Gott, der
will, dass wir eins sind, weil er dorthin seinen Segen senden wird? Wen
betrügen wir denn letztlich, außer uns selbst? In der Bibel steht, dass man
Gott nicht betrügen kann.
Könnte
es sein, dass wir deshalb aufeinander losgehen und uns wie die törichten
Galater gegenseitig verschlingen, weil wir nicht stark genug sind, die Mächte
des Bösen zu bekämpfen? Wie können wir von anderen erwarten, dass sie einen
Mitbruder, mit dem wir zusammenarbeiten, respektieren, wenn wir diesen an
anderer Stelle im Leib Christi schlecht machen? Jahrelang dachte ich, dies sei
ein spezifisches Problem der afrikanischen Kirche, aber nun habe ich gemerkt,
dass es überall auf der Welt so ist.
Ein
einfaches Bußgebet ist an diesem Punkt ausreichend. Ich schreibe dies aus dem
einfachen Grund, weil es so viele gibt, die sich ebenfalls dieser Sache
schuldig gemacht haben, wie ich es viele Male getan habe. Für mich hat der Weg
nach vorne immer mit Buße zu tun. Andere Menschen mögen Sie vielleicht nicht so
gut verstehen, aber der Herr wird Sie immer verstehen und Ihnen vergeben. Ich
war schon so oft in dieser Situation, und der einzige Weg vorwärts war, Buße zu
tun. Manchmal reicht Buße alleine nicht aus. Man muss dann Schritte tun, um
diejenigen, denen wir Unrecht getan haben, um Vergebung zu bitten. Und doch
gibt es auch jene, die überall erzählen, „Soundso“ habe sie verletzt. Dabei
übersehen sie ihren Anteil an der ganzen Sache. Würde man es genau untersuchen,
ergäbe sich ein ganz anderes Bild. Auch das habe ich
unzählige Male gesehen.
Die
wahre Kraft in unserem Kampf hängt vor allem mit dem Zustand unserer Seele
zusammen. Unsere wichtigste Aufgabe im Kampf hat damit zu tun, den Sieg, den
Jesus am Kreuz von Golgatha errang, in unserem Leben aufrechtzuerhalten. Der
geistliche Kampf begann mit der Rebellion des Teufels, deren Ursache Stolz und
ein hochmütiger Geist waren, die laut der Schrift vor dem Fall bzw. der
Vernichtung kommen. Ich bete, dass die Kirche sich über diesen Geist des
Stolzes erhebt und anfängt, den wirklichen Feind mit der Einheit im Glauben und
der Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus direkt zu konfrontieren.
Ich
denke, der Rest des Abschnitts aus Epheser 6 erklärt sich von selbst, wenn Sie
ihm mit diesen wenigen Bemerkungen vor Augen folgen.
Deshalb
ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag widerstehen
und, wenn ihr alles ausgerichtet habt, stehen [bleiben] könnt! So steht nun,
eure Lenden umgürtet mit Wahrheit, bekleidet mit dem Brustpanzer der
Gerechtigkeit und beschuht an den Füßen mit der Bereitschaft [zur Verkündigung]
des Evangeliums des Friedens! Bei alledem ergreift den Schild des Glaubens, mit
dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt! Nehmt auch den Helm
des Heils und das Schwert des Geistes, das ist Gottes Wort! (Epheser 6,13-17).
Hier
spricht Paulus offensichtlich über unser tägliches Leben als Christen und
Jünger. Wenn wir verstehen, dass der Feind unserer Seele jeden Tag „umhergeht
und jemand sucht, den er verschlingen kann“, dann wird uns klar sein, dass der
böse Tag, von dem dieser Text spricht, uns 24 Stunden täglich und 7 Tage in der
Woche begleitet. Es gibt also keine Zeiten, in denen wir die ganze
Waffenrüstung Gottes ablegen können. Sie ist ja ein Bild für die Früchte des
innewohnenden Geistes Gottes, die zu Reinheit und Heiligkeit führen. Jesus sagt
dazu: „Der Fürst dieser Welt kommt, und in mir hat er gar nichts.“ Das ist der
Schlüssel, um Vollmacht über den Teufel zu haben. Wenn Satan nichts in Ihnen
hat – wenn er also nichts hat, womit er Sie anklagen kann –, dann kann er Ihnen
nicht standhalten. Es heißt, „damit ihr an dem bösen Tag widerstehen könnt …“;
widerstehen Sie deshalb mit den oben genannten Eigenschaften.
Ist
klar geworden, dass unsere größte Waffe die Reinheit unserer Herzen ist? Wenn
der Teufel keine Handhabe gegen uns hat, dann haben wir Vollmacht über ihn. Und
darum geht es letztlich im Gebet, dass wir Vollmacht über seine Horden von
Dämonen ausüben, damit Gottes Reich kommt.
Unsere
wahre Autorität besteht also darin, dass der Teufel uns in nichts anklagen
kann. Das ist dann der Fall, wenn wir in Wahrheit und Gerechtigkeit, im Glauben
und im Wort, im Heil und an den Füßen beschuht mit der Bereitschaft zur
Verkündigung des Evangeliums wandeln.
Bevor
wir fortfahren, beachten Sie noch bitte die folgenden Punkte, die sich auf das
Regierungssystem von Satans Reich beziehen:
1.
Es geht um Satan und
seine Heerscharen von gefallenen Engeln, die mit einer gut organisierten
Strategie die Gemeinde
Jesu methodisch angreifen. Ihren Kampf führen sie geordnet, weise
und geschickt.
2.
Alle Mächte und
Gewalten sind unter seiner Leitung und unterliegen seinen Befehlen.
3.
Alle seine Kämpfer und
dämonischen Mächte bzw. Generäle führen seine Befehle aus und repräsentieren
ihn vollständig.
4.
Der Teufel beherrscht
und steuert alle bösen Mächte in der Welt.
5.
Wir müssen begreifen,
dass die bösen Mächte aggressive, grausame Feinde sind. Sie sind boshaft,
gnadenlos, hasserfüllt, blutrünstig, heimtückisch und so weiter. „Der Dieb
kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und zu verderben“ (Johannes 10,10).
6.
Diese bösen Mächte sind
zahllos und für das menschliche Auge unsichtbar.
Das
ist der Feind, mit dem wir ringen. Jeder weiß, dass Ringen ein Nahkampf ist. Es
ist ein intensiver und schwieriger Konflikt, der unsere Stärke testet und jede
Faser unseres Lebens strapaziert. Es ist ein Nahkampf, Hand gegen Hand und Fuß
gegen Fuß. Der König dieses Reiches ist ein erfahrener Krieger, der schon an
vielen Schlachten beteiligt war, und kein Feigling. Dass er ein Drittel der
himmlischen Heerscharen, die einst Gott gehörten, verführt hat, sollte uns das
Ausmaß seiner Gerissenheit zeigen. Er ist kein Widersacher, den man auf die
leichte Schulter nehmen kann.
Wir
müssen außerdem verstehen, wer wir als Soldaten in der Armee Gottes sind:
1.
Wir sind Kämpfer
aufgrund der Tatsache, dass wir alle Mitglieder des allmächtigen Gottes sind,
gegen den der Krieg erklärt wurde. Wir sind „Erben Gottes und Miterben Christi“
(Römer 8,17).
2.
Das Wort warnt uns,
dass wir uns als Soldaten nicht in „die Beschäftigungen des Lebens verwickeln“
lassen sollen (2. Timotheus 2,4).
3.
Wir werden verstehen
müssen, dass Selbstverleugnung, Mut und Ausdauer notwendige Merkmale unserer
militärischen Disziplin sind.
4.
Wir müssen verstehen,
dass die Stärke, die Soldaten brauchen, weit über unsere eigene Stärke
hinausgeht; sie liegt vielmehr im Herrn. Beachten Sie den Vers: „Werdet stark
im Herrn und in der Macht seiner Stärke“ (Epheser 6,10). Das bedeutet, dass wir
über uns selbst hinwegsehen und anfangen müssen, auf das „Oberhaupt unserer
Errettung“ zu sehen.
5.
Wir müssen verstehen,
dass wir nicht auf einzelne Teile der Rüstung verzichten können. Es heißt:
„Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an.“
6.
Als Soldaten müssen wir
erkennen, dass wir Gott anziehen, wenn wir die Waffenrüstung anlegen. Gott und
seine Waffenrüstung sind ein und dasselbe. Je mehr Gott in uns lebt, desto mehr
ist auch seine Waffenrüstung präsent. Wir legen sie in unserem Inneren an. Sie
ist nicht physischer, sondern geistlicher Natur.
7.
Es muss uns klar sein,
dass unser Kampf vom Anfang bis ganz zum Schluss tobt. Wir können uns weder
zurückziehen noch dürfen wir zurückweichen oder uns ergeben. Wir müssen bis
ganz zum Ende durchhalten. In der Bibel heißt es: „Wer aber ausharrt bis ans
Ende, der wird gerettet werden“ (Matthäus 24,13). Im Bibeltext oben steht
sozusagen als Studienanleitung: „Und wenn ihr alles getan habt, steht fest.“
Zuerst müssen wir widerstehen und dann müssen wir stehen. Achten Sie hier auf
die drei Ebenen: Boden gewinnen, standhalten und vorrücken.
8.
Wir sind keine
imaginären Soldaten, die in einer imaginären Schlacht kämpfen. Alles ist echt.
Warum
ist das Schwert des Geistes, das Wort Gottes, die einzige Angriffswaffe, mit
der wir in diesem Kampf ausgerüstet wurden?
1.
Dies sorgt dafür, dass
ein Gläubiger seinen Köcher voll göttlicher Pfeile hat. In Psalm 64,4 steht,
„dass sie mit ihren giftigen Worten zielen wie mit Pfeilen“ [LU]. In Vers 8
heißt es: „Aber Gott schießt auf sie einen Pfeil.“ Pfeile sind schnell, stark,
scharf, durchdringend und tödlich. Jesus gebrauchte eben dieses Wort in seinem
Konflikt mit dem Teufel und gewann.
2.
Der Verfasser des
Johannesbriefes sagt: „Ich habe euch, ihr jungen Männer, geschrieben, weil ihr
stark seid und das Wort Gottes in euch bleibt und ihr den Bösen überwunden
habt“ (1. Johannes 2,14).
3.
Der Heilige Geist sagt:
„Kämpfe gegen den Teufel und überwinde ihn“, da dies der Weg ist, um von einem
jungen Mann zu einem Vater zu werden.